Gerstengras – Der Vitaminlieferant mit großem Potential

Kaum ein Smoothie kommt heute noch ohne einen Löffel Gerstengras aus. Die gesunde Zutat gilt als unglaublich nährstoffreich und basisch. Sie soll die Stimmung aufhellen, die Blutfettwerte senken und den Darm sanieren können. Was wirklich dran ist am Mythos rund um die grünen Gerstenhalme erfahren Sie hier.


Inhaltsverzeichnis:


Was ist Gerstengras?

gerstengrassaft gerstengras pulver

Ist Gerstengras so gesund wie alle sagen?

Das leuchtend grüne Gerstengras gehört zu den traditionellen Feldfrüchten in Europa. Die Gerste (Hordeum vulgare) ist ein sogenanntes Süßgras. Schon vor rund 10.000 Jahren nutzten die Menschen die sättigende Getreidepflanze und begannen mit ihrer Kultivierung. Heute zählt Deutschland mit den riesigen Produktionsflächen zur drittstärksten Anbau-Nation der Welt. Aus Gerste werden Brote, Brötchen oder Graupen hergestellt.

Seit einigen Jahrzehnten jedoch nutzen Menschen nicht mehr ausschließlich die Körner der Gerste. Mittlerweile rückt zunehmend die Pflanze an sich in den Mittelpunkt. Seitdem der japanische Wissenschaftler Dr. Yoshihide Hagiwara in den frühen siebziger Jahren in Experimenten nachwies, dass die Halme sehr viel nährstoffreicher sind als andere Blattgemüsesorten oder gar die Körner, avanciert das Gras der Gerste zum Superfood.

Heute finden sich verschiedene Produkte aus dem Süßgras am Gesundheitsmarkt wider. In getrockneter Form gibt es Gerstengraspulver oder Gerstengrastabletten. Daneben können Verbraucher das intensivere Gerstengrassaftpulver oder die Gerstengrassafttabletten ausprobieren.

 

Vorteile von Gerstengras auf einen Blick:

  • voller Vital- und Nährstoffe
  • vegan
  • glutenfrei
  • reich an Chlorophyll

 

Wo wird das Gerstengras angebaut?

Seit einigen Jahren steigt die Nachfrage kontinuierlich an. Deshalb gibt es mittlerweile viele Landwirte in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Oft haben sie sich auf den ökologischen Anbau der Gerstenhalme spezialisiert. Auf ihren Feldern wachsen die saftigen Holme innerhalb kurzer Zeit heran und können nach rund 15 Tagen geerntet werden. Dann sind sie keine 20 Zentimeter hoch, sattgrün und sehen aus wie weicher Rasen. Die Pflanzen sind anspruchslos und brauchen keinen Dünger.

 

Wie läuft die Produktion des Gerstengrases ab?

Nach der Ernte werden die Halme sofort zu einem dicken Brei zermahlen und mittels Sprühtrocknung fein pulverisiert. Bei dem dabei entstehenden Pulver handelt es sich um das feine Gerstengraspulver.

Andere Hersteller pressen die Halme unter großem Druck und ohne Hitzeeinwirkung sorgfältig aus. Es bleibt der pure Saft der Pflanze übrig. Dieser ist dünnflüssig und intensiv duftend. Er wird umgehend getrocknet. Es entsteht ein hochkonzentriertes Pulver aus der Flüssigkeit, nämlich GerstengrasSAFTPulver.

Die enthaltenen Nährwerte unterscheiden sich je nach Produkt geringfügig. Der größte Unterschied liegt darin, dass im Gerstengrassaft naturgemäß die Ballaststoffe fehlen. Wer neugierig ist, kann die zwei Varianten einmal ausprobieren. Beide Güteklassen sind glutenfrei.

 

Was steckt in Gerstengras drin?

gerstengras

Gerstengras zählt zu den Süßgräsern

Die Gerste an sich gehört zu den sehr nähstoffreichen Pflanzen, weshalb sie auch als Futterpflanze für Tiere ganzjährig eingesetzt wird. Interessant ist: Werden nur die unreifen Halme geerntet, ist der Nährstoffreichtum sogar noch um einiges höher!

So konnte Dr. Hagiwara zeigen, dass reines Gerstengraspulver reichhaltig ausgestattet ist mit allen wichtigen Mineralstoffen, Spurenelementen, Vitaminen, Bioflavonoiden und den bedeutenden Enzymen.

Der Wissenschaftler betont dabei auch die Ausgewogenheit der Inhaltsstoffe untereinander. Er folgert daraus, dass die Wirkung des Naturproduktes als äußerst positiv auf den menschlichen Organismus einzustufen ist. Auch eine neuere Studie von 2012 kommt zu dem Ergebnis, dass Gerstengraspulver über pharmakologisches Potential verfügt. [1]

Es finden sich in den Halmen alle 20 Aminosäuren wieder. Darunter auch die für den menschlichen Körper wichtigen acht essentiellen Aminosäuren (Phenylalanin, Leucin, Methionin, Lysin, Isoleucin, Valin, Threonin, Tryptophan). Sie können vom Körper nicht selbst produziert werden und müssen permanent zugeführt werden.

Zudem beruht der heilende Effekt von Gerstengras auf den üppig verfügbaren Enzymen. Insbesondere das antioxidative Multi-Enzym Superoxid Dismutase (SOD) steckt in den Halmen. Als weitere antioxidative Substanzen zählt das Flavonoid Saponin sowie das Protein „P4D1“. Auch die bekannten Oligomeren Procyanidinen (OPC) sollen enthalten sein.

Sie stehen seit Jahren im Fokus der Wissenschaft und sollen für eine langsamere Zellalterung verantwortlich sein. Sie kommen beispielsweise auch in Traubenkernen vor und werden als Anti-Aging-Wirkstoff thematisiert.

Was Gerstengras gesund macht, sind zudem die enthaltenen Vitamine. Nicht nur Vitamin A, sondern auch die Gruppe der B-Vitamine, Vitamin C, D, E und K stecken im Pflanzensaft. Ebenso punktet das grüne Getränk bei den Mineralstoffen. Zu erwähnen währen unter anderem Mangan, Phosphor, Kupfer, Magnesium, Zink, Kalium und Eisen.

Insofern darf man von einem hochpotenten Naturstoff sprechen. In dem schlichten Pulver steckt jede Menge Leistungsfähigkeit. Gerstengras soll den menschlichen Körper nähren, reinigen und gesund werden zu lassen.

 

Warum ist Gerstengras so gesund?

Heute weiß man, dass gerade die jungen Bestandteile der Pflanze extrem gesund sind. Sie enthalten hohe Anteile an Vitaminen und Mineralstoffen, Provitaminen, Antioxidantien und anderen bioaktiven Substanzen.

Ferner ist außerordentlich viel gesundes Chlorophyll in den Zellen eingelagert. Dank dieser speziellen Zusammenstellung wird die Wirkung auf den Körper als antioxidativ, antikarzinogen, entzündungshemmend sowie antiallergisch beschrieben. Daneben wirkt Gerstengras basisch auf den Organismus. Deshalb setzt man den Saft der Süßgräser auch gerne zur Entgiftung ein.

Schaut man sich die einzelnen Bestandteile genauer an, fallen zunächst einmal die vielen enthaltenen Antioxidantien auf. Sie schützen die Zellen des Körpers vor dem Angriff der freien Radikale. Allen voran stehen besondere sekundäre Pflanzenstoffe. Die Oligomeren Procyanidinen (OPC) haben erwiesenermaßen eine antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaft. Studien konnten belegen, dass sie beispielsweise das Wachstum von Darmkrebs hemmen können. Auch auf andere Krebsherde im Körper scheinen sie einen bremsenden Effekt zu haben. [2] [3]

Sie arbeiten umso effektiver, je mehr weitere natürliche Substanzen und Bioflavonoide vorhanden sind. Ebenso nützlich zeigen sie im Einsatz gegen kardiovaskuläre Erkrankungen. Sie wirken senkend auf den Blutdruck, stabilisieren die Gefäßaußenwände und sind gefäßerweiternd. Das ist auch der Grund, warum gerade Patienten mit Cholesterinproblemen oder an Diabetes erkrankte Menschen gerne Gerstengras konsumieren. Als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen schätzen Anwender die anzunehmende verjüngende Wirkung. OPC´s sind also wahre Gesundmacher und Anti-Aging-Spezialisten.

Als weiteres Antioxidans finden sich verschiedene Saponine in dem Pflanzensaft. Es handelt sich dabei um typische Wirkstoffe der Phytotherapie. Solche Bestandteile werden therapeutisch aus Heilpflanzen gewonnen und sollen eine entzündungshemmende, stärkende und hormonstimulierende Eigenschaft haben.

Nebenbei wirken sie positiv auf die Darmschleimhaut und helfen den Zotten dabei, mehr Cholesterin zu binden. Derzeit forscht man intensiv daran, ob sich durch die enthaltenen Saponine im Gerstengras auch eine hemmende Wirkung bei Dickdarmkrebs ergeben könnte.[4]

In Tierversuchen konnte ergänzend aufgezeigt werden, dass die Gabe von nur wenig Pulver bereits die Leber- und Nierenfunktion verbessert. Ob sich die Ergebnisse unmittelbar auf den Menschen übertragen lassen, ist jedoch nicht geklärt.

Als weitere Nährwerte finden sich die noch recht unerforschten SOD-Enzyme im Gerstengras. Diese sollen eine entzündungshemmende Wirkung auf schadhafte Immunzellen haben. Untersucht hat man dies an Menschen, die an einer Erkrankung des rheumatischen Formenkreises leiden (Arthritis, Arthrosen, Gicht, Rheuma). Unter Laborbedingungen konnte auch hier eine Verbesserung erzielt werden.[5]

Viele Verbraucher, die Gerstengras täglich zu sich nehmen, nutzen gezielt den stimmungsaufhellenden Effekt der Präparate. Zwar konnte bisher in Untersuchungen nicht eindeutig festgestellt werden, was genau die Laune der Konsumenten hebt, doch scheint es einen Zusammenhang zu geben. Viele beschreiben den Effekt auf ihre Stimmung als stimulierend, ausgleichend und harmonisierend. Vermutet wird, dass einige Wirkstoffe die Produktion des Botenstoffes Serotonin im Gehirn ankurbeln.

Sodann besteht das nähstoffreiche Gerstengraspulver natürlich aus sehr viel Chlorophyll. Der grüne Pflanzenfarbstoff soll über sagenhafte Fähigkeiten verfügen und den Körper grundlegend entgiften können. Verantwortlich für die reinigende Leistung ist die spezielle Beschaffenheit der Chlorophyll-Moleküle. Sie sind ganz ähnlich den Bausteinen des menschlichen Blutes nachgebaut. Man geht davon aus, dass während der Verdauung genau diese Elemente vom Körper aufgenommen werden.

Verschiedene Studien deuten darauf hin, dass Chlorophyll in der Lage ist, gefährliche Giftstoffe (Schwermetalle, Schimmelpilze, Toxine) aus den Zellen heraus zu lösen. Die Schadstoffe werden durch den grünen Pflanzenfarbstoff neutralisiert und aus dem Körper ausgeschieden. So soll Chlorophyll beispielsweise in der Lage sein, Krebszellen am Wachstum zu hindern und die Zellgesundheit effektiv verbessern zu können.[6]

Der schöne Effekt: Das Immunsystem ist gestärkt, der Körper wird mit frischem Sauerstoff geflutet und krankmachende Giftstoffe werden aus den Zellen verband.

 

Kann man mit Gerstengras abnehmen?

gerstengrashalme pulverisiert

Gerstengras als Pulver

Die vielen hinterlegten Erfahrungen im Internet zeigen, dass man durchaus mit Gerstengras abnehmen kann. Viele Menschen nutzen beispielsweise das Pulver und rühren sich vor jeder Mahlzeit ein Glas davon an. Der etwas bittere Geschmack regt die Verdauungssäfte an und aktiviert die Leber. Ein solches Glas füllt den Magen, sorgt für das basische Gleichgewicht und soll auf natürliche Weise den Hunger nehmen können.

In einer japanischen Studie sollte die vermutete Gewichtsreduktion gründlich untersucht werden. Man kam zu dem Ergebnis, dass bei den Probanden nachweislich der Blutzuckeranstieg verzögerte ablief. Daneben reagierten die Teilnehmer positiv auf die bessere Versorgung mit Ballaststoffen. Dass dadurch aber ein regelrechter Gewichtsverlust einherging, ließ sich unter diesen wissenschaftlichen Beobachtungen allerdings nicht feststellen.[7]

Jedoch: Bereits das Aroma von Gerstengras schmeckt „gesund“. Es könnte durchaus sein, dass nach einem Glas davon Abnehmwillige ihre Gelüste besser im Zaum halten können. Auch ist der Magen gut gefüllt. Es lohnt im Einzelfall, dies einfach auszuprobieren.

 

Wie nimmt man Gerstengras Pulver ein?

Viele Menschen mögen es, Gerstengraspulver in leckere Grüne Smoothies einzurühren. Der Verzehr kann auch pur, also nur in einem Glas Wasser aufgelöst, erfolgen. Ob auf nüchternen Magen oder als Zwischenmahlzeit, spielt dabei keine Rolle. Wer möchte, der streut das weiche Pulver in den Salat oder ins Müsli ein.

Der zurückhaltende Geschmack passt sich den Speisen gut an. Tabletten aus Gerstengras nimmt man meist vor den Mahlzeiten mit etwas Flüssigkeit ein. Wer damit entgiften möchte, nimmt die Kapseln über den Tag verteilt zu sich.

 

Wie schmeckt das Süßgras?

Frischer Gerstengrassaft ist für die meisten Menschen gewöhnungsbedürftig. Es fällt ihnen schwer, das Getränk herunter zu schlucken. Soeben gepresst schmeckt der Pflanzensaft herb, intensiv bitter und hinterlässt ein kratziges Gefühl im Hals. Aus diesem Grund bieten viele Hersteller nur kleine Mengen vom frischen Presssaft an. Die meisten Konsumenten setzen auf Trockenware in Pulverform.

Im Handumdrehen lassen sich ein Smoothie oder ein Glas Saft mit dem Pulver bequem aufwerten. Einen unangenehmen Geschmack muss niemand befürchten. Das Aroma ist ähnlich zurückhaltend ausgeprägt wie bei jungem Spinat. Wer es noch sanfter mag, greift zu gekeimter Gerste. In den Sprossen summieren sich alle auserlesenen Inhaltsstoffe in exponiert hoher Menge.

Es reicht, die Samen nur kurz ankeimen zu lassen. Spezielle Keimschalen (aus dem Fachhandel) vereinfachen den Vorgang. So können die Sprossen unkompliziert zuhause auf der Fensterbank gezogen werden. Sie schmecken wie junge Erbsen und eignen sich prima als Snack für zwischendurch. Auch die gekeimten Samen des Gerstengrases sind glutenfrei.

 

Wie viel Gerstengras-Pulver nimmt man ein?

Viele Hersteller geben die tägliche Verzehrmenge mit rund 10 Gramm an. Diese Menge kann beispielsweise morgens direkt mit in den Mixer gegeben werden. Manche Anwender trinken aber auch vor jeder Mahlzeit ein Glas Wasser mit aufgelöstem Gerstengraspulver. Die Dosierung sollte sich immer nach dem persönlichen Geschmack richten. Wer das „gesunde“ Aroma mag und das Präparat gut verträgt, darf ruhig auch üppiger zugreifen.

 

Hat Gerstengras Nebenwirkungen?

Es handelt sich um ein urwüchsiges Nahrungsergänzungsmittel. Deshalb kann es theoretisch immer zu Allergien und Unverträglichkeiten kommen. Diese treten jedoch extrem selten auf. Üblicherweise wird Gerstengrassaftpulver besser vertragen als das kohlenhydrathaltigere Gerstengraspulver. Das dürfte schlichtweg an den zellulosen Bestandteilen liegen. Sie sind für manche Menschen ungewohnt.

Denn gerade am Anfang, wenn der Darm noch etwas überfordert ist von den Ballaststoffen, wirkt das Gerstengras intensiv anregend auf die Peristaltik. Andere Menschen wiederum schätzen genau diese erhöhte Aktivität und nutzen den Natursaft zur Entschlackung. Überdosierungen oder sonstige Nebenwirkungen wurden bisher nicht festgestellt.

 

Wer kann Gerstengras einnehmen?

Es handelt sich um basisches Lebensmittel. Insofern können ruhig alle Menschen regelmäßig von dem Gerstengras etwas probieren. Die Berichte vieler überzeugter Anhänger belegen, dass bereits Kinder den Pflanzensaft mögen. Doch auch Sportler, Schwangere oder stillende Mütter profitieren von der beispiellosen Nährstoffdichte der Getreidehalme.

Auch Personen, die mit Gerstengras abnehmen möchten, können die Präparate zur Entschlackung nutzen. Da es keine Nebenwirkungen gibt, dürfen auch bereits erkrankte oder schwache Patienten den Grassaft ruhig erproben. Das Gute: Weil die ausgepressten Halme glutenfrei sind, können auch Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit oder -Sensitivität bedenkenlos zugreifen.

 

Wie lange sollte man Gerstengras einnehmen?

Die Motive für die Einnahme des Superfoods sind unterschiedlich. Mancher Genießer begleitet damit seine Diät. Andere wiederum nutzen den Gerstengrassaft, um ihren Körper damit bestmöglich mit Vitalstoffen zu versorgen. Wieder andere führen eine Entgiftung durch und möchten schneller von Nikotin oder sonstigen Süchten loskommen.

Ob für eine langfristige Einnahme oder kurzfristig zur Entgiftung – das Naturprodukt dürfte jedem Menschen gut bekommen. Schön ist es, weitere Supplementierungen wie die Algen Spirulina und Chlorella oder Aronia Melanocarpa mit dem gesunden Gerstengras zu kombinieren.

 

Wo ist der Unterschied zu Weizengras?

Auch dabei handelt es sich um ein Süßgras. Man geht allerdings davon aus, dass es weniger reich an Nährstoffen ist. Weizengras soll jedoch intensiv belebend wirken. Wer Probleme hat, am Abend einzuschlafen, sollte besser nur kleine Mengen Weizengras vorher trinken.
 

Wie lange ist Gerstengras-Pulver haltbar?

Die meisten Hersteller bieten vakuumiertes Gerstengras in Pulverform an. Dann hat es meist ein Mindesthaltbarkeitsdatum von rund 24 Monaten. Ist die Verpackung erst einmal geöffnet, sollte diese kühl und nicht feucht lagern und innerhalb von drei bis sechs Monaten aufgebraucht werden. Da es sich um ein trockenes Produkt handelt, müssen keine größeren Beeinträchtigungen oder massive Qualitätseinbußen befürchtet werden.

Ist die Verpackung allerdings nicht sorgfältig verschlossen, nimmt das Pulver leicht fremde Aromen an. Anders sieht es hingegen mit frischem Gerstengrassaft aus. Dieser ist maximal zwei Tage lang haltbar und muss im Kühlschrank aufbewahrt werden. Nur dann bleiben die gesunden Inhaltsstoffe erhalten. Bleibt Gerstengrassaft länger stehen, oxidieren die Ingredienzien und sind wertlos.

 

Wo kann man Gerstengras kaufen?

gerstengras selbst anbauen oder kaufen

Gerstengras kaufen oder selbst anbauen?

Ob Gerstengraspulver oder Gerstengrassaft – hier erweist sich der Online-Handel als wertvolle Hilfe. Insbesondere auf den gängigen Verkaufsplattformen gibt es viele zertifizierte Händler. Sie bieten das Gerstengras in verschiedenen Qualitätsstufen und Formen an. Gewählt werden kann zwischen Pulver, Tabletten oder Presslingen. Für sich entscheiden muss man, ob es die hochwertigere Rohkostqualität oder „bio“ sein sollen.

Die allermeisten Hersteller garantieren, dass ihre Artikel in Deutschland angebaut, verarbeitet und abgefüllt werden und weisen zudem für ihr Gerstengraspulver eindeutige Öko-Zertifikate aus. Praktisch ist es, gleich ein Präparat mit einem beigemischten Anteil an Spirulina oder Chlorella zu kaufen. Wer Gerstengras anbauen möchte, sollte sich im Bereich der Keimsaaten und Keimsprossen umsehen.

 

Was kostet Gerstengraspulver?

Das reine Pulver ist meist schon für 15 EUR für eine 400 Gramm Dose zu erwerben. Doch die Preise unterscheiden sich je nach Qualitätsstufe stark. Gerstengras in Rohkost- oder Bio-Qualität kostet etwas mehr. Wer den hochkonzentrierten Gerstengrassaft in Form von Pulver oder Tabletten möchte, muss noch etwas tiefer in die Tasche greifen.

Dieser kann bis zu 30 EUR für mickrige 100 Gramm kosten. Die Hersteller begründen den höheren Preis damit, dass für rund 1 Kilo Gerstengrassaft ursprünglich rund 33 Kilo Rohmasse ausgepresst werden müssen.

 

Kann man Gerstengras selbst anbauen?

Wer für den reinen Gerstengrassaft das frische Grün nehmen möchte, der kann die Halme einfach selbst anbauen. Dazu müssen die Samen der Gerste über Nacht in Wasser eingelegt werden. Am nächsten Tag kommen sie, eng beieinander aber nicht übereinander liegend, in frische Erde. Dafür könnte ein Blumenkübel oder ein ausrangiertes Backblech genutzt werden.

Die Erde muss feucht bleiben und sollte mäßig besonnt sein. Nun beginnt die Keimung. Nach einigen Tagen sprießt das Gerstengras. Bei zirka 15 Zentimeter Wuchshöhe ist Erntezeit. Mit der Schere werden die Halme einfach abgeschnitten. Zweimal kann das Gerstengras geerntet, erst dann müssen neue Samenkörner angezogen werden. Frisches Gerstengras ist extrem gesund und kann, beispielsweise in Grünen Smoothies, sofort gemixt und verzehrt werden.


Quellen:
[1] Young Green Barley Leaves As Natural Antioxidants:Principles, Concepts – https://www.researchgate.net – Abruf am 11.12.2017

[2] Anticancer effects of oligomeric proanthocyanidins on human colorectal cancer cell line, SNU-C4 – https://www.ncbi.nlm.nih.gov – Abruf am 08.12.2017

[3] Cardiovascular effects of flavonoids are not caused only by direct antioxidant activity – https://www.ncbi.nlm.nih.gov – Abruf am 01.12.2017

[4] Advances in saponin-based adjuvants – https://www.ncbi.nlm.nih.gov – Abruf am 03.12.2017

[5] Inhibitory capacity of some fractions isolated from a green barley extract upon TNF alpha production by the cells of the THP-1 human monocytes line – https://www.ncbi.nlm.nih.gov – Abruf am 06.12.2017

[6] Green vegetables, red meat and colon cancer: chlorophyll prevents the cytotoxic and hyperproliferative effects of haem in rat colon – https://academic.oup.com – Abruf am 08.11.2017

[7] Insoluble fiber in young barley leaf suppresses the increment of postprandial blood glucose level by increasing the digesta viscosity – https://www.ncbi.nlm.nih.gov – Abruf am 24.11.2017